Schweineblut 2018

Der Brauch des Schweineblutes entstand Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit in der fast alle Wirte ein eigenes Schwein im Stall hatten. Dieses wurde das ganze Jahr mit Essensabfällen gemästet, damit es im Herbst eine stattliche Größe erreichte. Im Oktober wurde das Schwein geschlachtet, und man konnte das “Schweineblut“ feiern.

Hier wurde das geschlachtete Schwein an eine Leiter oder Galgen gebunden und zur Schau gestellt. Dann hatten die Gäste des Wirtshauses die Möglichkeit das Gewicht der Sau zu schätzen.

Am Abend wurde dann der Sieger bei zünftigen Haxen und Bier bekannt gegeben. Da heute das Mesten von Schweinen in den Wirtshäusern nicht mehr erlaubt ist, wechselte man von dem Schätzspiel zur Verlosung. Diese findet traditionsgemäß immer auf dieselbe Weise statt.
Diese Runde wird so oft wiederholt, bis alle Köstlichkeiten einen neuen Besitzer gefunden haben. Das Schicksal entscheidet, ob man mit vollen Händen nach Hause geht, oder nur eine Wegzehrung für den Heimweg erspielen kann. Es werden Preise von unterschiedlichem Wert vorgestellt. Vom Blutwurstring bis zur Schweinehälfte und als Highlight einen Spanferkelgutschein. Dann werden Skatkarten ans Publikum verkauft, wobei die Kartenverkäufer alles geben, um die Anwesenden zu belustigen. Zur Gewinnermittlung zieht ein beliebiger Gast aus einem neuen Kartenspiel die Preiskarten.

Haxen- und Tischreservierungen werden bis zum 10. November entgegen genommen. Ein kurzer Anruf in der Kleinen Kneipe genügt.

Tel.: 02156 7600

 


Schützenbruderschaft

Die Honschaft Kehn, die kirchlich zur Gottharduskirche in Vorst gehörte, war eine selbstständige politische Gemeinde und bildete mit den Orten Schiefbahn und Kaarst das Amt Liedberg. Die Einwohner heißen deshalb in den Akten öfters die Liedbergischen im Gegensatz zu den Kempischen. Ein Bach die sogenannte Dorfflöth, bildete die Grenze zwischen den Hohnschaften Kehn und Vorst.

1652 e.V. Vorst

Der Bach entspringt bei Forstwald, fließt zwischen der alten Muttergottesvikarie und dem Pastorat durch und trennt so das Dorf in zwei Teile. Beim Austritt aus dem Dorf lief die Grenze "rund um die Dell" wie es in Kehner Protokollen von 1653 heißt, so dass der Dellhof zu Kehn gehörte. Diese Grenze zwischen den beiden Bruderschaften hat sich bis heute erhalten.

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    Schützenbruderschaft 1652 e.V. Vorst
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